Hilfsprojekt der DPSG Amberg St. Georg


Hilfsprojekt der Pfadfinder abgeschlossen

Rechtzeitig zum Weihnachtsfest ist es den Amberger Pfadfindern gelungen, Spenden nach Rumänien zu bringen und so vielen Hilfsbedürftigen eine Freude zu machen. So hat deren Hilfsprojekt, das ursprünglich für Tunesien gedacht war, doch noch den erhofften Erfolg erzielt.

Bereits vor zwei Jahren haben mehrere Pfadfinder beschlossen, selbst ein Hilfsprojekt vom Anfang bis zum Ende durchzuführen. Ihre Wahl fiel dann auf Tunesien. Mit Hilfe der Bundesleitung der Pfadfinder, die ihre guten Kontakte zu den französischen Pfadfindern nutzte, konnte Verbindung zum tunesischen Pfadfinderstamm von Tébourba aufgebaut werden, einer Kleinstadt westlich der Hauptstadt Tunis. Die tunesischen Pfadfinder erkundigten sich vor Ort, was dort besonders benötigt wird: hauptsächlich warme Kleidung, aber auch Gehhilfen oder Spielsachen waren gefragt.

Von Oktober 2009 bis März diesen Jahres fand dann die eigentliche Sammlung statt. Zweimal in der Woche bestand die Möglichkeit, Sachspenden im Pfarrzentrum Sankt Georg abzugeben. Aber auch Geldspenden zur Unterstützung der Pfadfinder und zur Finanzierung des Transportes waren gefragt und gingen auch reichlich ein. Im Mai wurden die Hilfsgüter dann gezählt und verpackt, um so die erforderliche Transportkapazität festzustellen und die erforderlichen Genehmigungen einzuholen. Im Vorfeld hatten sich natürlich sowohl die Amberger als auch die tunesischen Pfadfinder erkundigt, welche Regularien einzuhalten sind.

Kurz bevor Anfang Oktober dann die Fahrt nach Tunesien beginnen sollte, kam von dort die Hiobsbotschaft: der tunesische Zoll verweigert die Einfuhr der Hilfsgüter. Eine offizielle Begründung blieben die Behörden den tunesischen Pfadfindern schuldig, die noch versuchten, über Ihre oberste Leitung direkt beim zuständigen Ministerium grünes Licht für die Einfuhr zu bekommen.

Doch die Pfadfinder wollten nicht aufgeben. Sie haben sofort versucht, einen neuen Ort für Ihre Hilfslieferung zu finden. Hier konnte dann ihr Seelsorger, der Gemeindereferent der Pfarrei St. Georg, Michael Hirsch, weiterhelfen. Er nahm Kontakt mit den Mallersdorfer Schwerstern auf. Diese haben mehrere Einsatzgebiete, zu denen eine Tagesstätte für behinderte Kinder im zentralrumänischen Oradea gehört. Und die dortige Heimleitung teilte mit, sie könne die gesammelten Hilfsgüter sehr gut benötigen.

Dann ging alles recht zügig. Die Mallersdorfer Schwerstern organisierten einen Lkw, der dann am 2. Dezember auch Amberg ansteuerte. Zwei Tage später ist er wohlbehalten in Rumänien angekommen. Die Hilfsprojekte wurden zwischenzeitlich an die Bedürftigen weitergegeben.

Hinsichtlich der Spenden in Höhe von insgesamt 2350 € trafen die Pfadfinder dann eine salomonische Entscheidung. 1300 € wurden den Mallersdorfer Schwerstern überwiesen, um so den Transport mitzufinanzieren. Den Rest des Geldes erhalten die tunesischen Pfadfinder, so dass auch diese vor Ort helfend tätig werden können. So konnte das Hilfsprojekt der Amberger Pfadfinder dann doch noch erfolgreich abgeschlossen werden.









Brief vom Spezialkindergarten aus Rumänien

Spezialkindergarten
für behinderte Kinder
der Mallersdorfer Schwestern
Oradea / Rumänien

Oradea, 18.12.2010



Lieber Herr Michael Hirsch,
liebe Pfadfinder der Pfarrei St.Georg in Amberg!


Schon im Sommer diesen Jahres hat mir unsere Generaloberin, S.M.Hiltrud mitgeteilt, dass eine Pfadfindergruppe aus Amberg eine Hilfsaktion gestartet hat. Das eigentliche Zielland sollte Tunesien sein, aber aus organisatorischen Gründen stellten sich Probleme ein. Aus diesem Grund sind nun wir, die Mallersdorfer Schwestern in Oradea, Rumänien die Empfänger der gesammelten Hilfsgüter geworden.

Heute will ich mich nun endlich bei Ihnen allen sehr herzlich bedanken für die gelungene Aktion. Wir konnten anfangs Dezember ca. 40 große Karton mit Kleidung, Schuhen, Bettwäsche, Spielsachen usw. von einem riesigen Lastwagen abladen. Es waren sehr gut erhaltene Kleidungsstücke, schöne Spielwaren und mehrere Bildschirme und andere Zubehörteile für Computer dabei. Wir können alle Sachen gut gebrauchen und haben bereits die meisten Dinge weitergegeben. Allen Beteiligten sage ich ein herzliches „Vergelt´s Gott“ für alle Mühe und Arbeit.

Wir Schwestern betreuen in Oradea eine Gruppe behinderter Kindergarten- kinder, eine Schwester unterrichtet als Religionslehrerin. Außerdem versuchen wir armen Familien, alleinstehenden und alten Menschen zu helfen, wenn sie Hilfe brauchen. Wir verteilen Lebensmittel, Kleidung und helfen auch mit finanziellen Mitteln, deshalb sind wir sehr dankbar für die überraschende Hilfe.

Ich hoffe, es klappt mit den Fotos, die wir vorbereitet haben.


Viele herzliche Grüße von Schw. Renate Meier